Donnerstag, 22. November 2012

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Informationen über Vergangenes und Kommendes in meiner Arbeit

webseite:
www.filmmusik.at
Fritz Lang

KOMMENDES

Fritz Lang in Wien

Oktober/ November bringt Stummfilme von Fritz Lang nach Wien ins Filmmuseum.

Meine Aufführungen:

Der müde Tod - 18.Oktober, 19h


Dr. Mabuse - Der Spieler Teil 1 - 25.Oktober, 20h30
http://de.wikipedia.org/wiki/Dr._Mabuse,_der_Spieler   
Dr. Mabuse - Der Spieler Teil 2 - 26.Oktober 18h30
Spione - 31.Oktober, 18h30

http://de.wikipedia.org/wiki/Spione
Frau im Mond - 10.November, 20h
http://de.wikipedia.org/wiki/Frau_im_Mond

weitere Aufführungen im Oktober:

Die Stadt ohne Juden - Wieselburg, 3.Oktober
Laurel & Hardy Kurzfilme - Altheim, 5.Oktober, Kultursaal 20h
Der Glöckner von Notre Dame - BSL Breitenseer Kino Wien, 18h30
Robin Hood (D.Fairbanks) - BSL Breitenseer Kino Wien, 18h30
Asphalt - Essen BRD, 19.10., 17h


Fritz Lang - Der müde Tod


Der müde Tod

18.Oktober 2012, 19h im Österr. Filmmuseum Wien

Ein junges Ehepaar kommt in ein Gasthaus und lernt dort einen geheimnisvollen Fremden kennen. Von ihm erfährt man in Rückblenden, dass er ein Grundstück nah am Friedhof gekauft und mit einer hohen Mauer umgeben hat. Als die Ehefrau kurz den Speiseraum verlässt, wird ihr Mann von dem Fremden zum Mitkommen aufgefordert. Sie versucht, seinen Spuren zu folgen, und entdeckt dabei, dass er dem Tod folgen musste.
Die Ehefrau findet beim Tod Einlass: Er führt sie in eine dunkle Halle, in der die Lebenslichter der Menschen brennen, flackern und verlöschen, wenn ihre Stunde gekommen ist. Der Tod erklärt ihr, dass er eigentlich des Tötens überdrüssig ist – doch da auch er Gott Folge leisten muss, kann er nicht anders.
Trotzdem gibt er der Frau eine Möglichkeit, ihren Mann wiederzubekommen: Sie muss eines von drei Lichtern retten, die gerade am Verlöschen sind. Diese drei Episoden sind orientalisch (Rache der Gläubigen), venezianisch (Mord auf dem Karneval) und chinesisch (kaiserlicher Tyrann). Sie scheitert in allen drei Fällen.
Als letzte Chance bietet der Tod an, ihren Mann zurück ins Leben zu holen, indem sie ihm ein anderes Leben bringt. Die Frau versucht Alte, Elende und Kranke zu überreden, aber keiner will ihr sein noch so erbärmliches Leben schenken.
Zuletzt steht ein Haus in Flammen – die Bewohner flüchten und hinterlassen ein Baby. Sie geht in das brennende Haus und denkt zunächst darüber nach, dieses Kind dem Tod zu überlassen. Doch dann rettet sie es und wird im eigenen Flammentod mit ihrem Geliebten vereint.
Gerhard Gruber in India

VERGANGENES

Mein erster indischer Stummfilm

Im Februar 2012 war ich zum 2. Mal in Indien zu Stummfilm- Aufführungen. Neben Mumbai hatte ich Auftritte in Pune (Film and Television Institute of India, National Film Archive of India und für die Poona Music Society.)

Zum ersten Mal begleitete ich einen indischen Stummfilm - "A throw of dice" in der Regie von Franz Osten.


Für mich war es sehr interessant zu bemerken, dass da eigentlich gar kein Unterschied ist, ob ein Stummfilm aus Indien kommt oder aus Europa oder einem anderen Teil der Welt - ich habe mich mit diesem Film sehr "daheim" gefühlt. Bereits ein Jahr vorher hatte ich die Gelegenheit, zwei andere Stummfilme in Pune zu sehen und ich hatte bereits damals diesen Eindruck.

Ich bin immer wieder sehr froh, bemerken zu können, dass die Sprache des Stummfilms überall dieselbe ist. Stummfilme waren nie stumm, im Gegenteil - sie sind sehr "beredt" und jedermann auf der Welt kann sie verstehen.


A throw of dice

Die beiden indischen Könige Ranjit und Sohat teilen eine Vorliebe für das Glücksspiel. Außerdem trachtet Sohat nach dem Reich Ranjits und plant dessen Ableben auf der Tigerjagd. Ranjit überlebt jedoch verletzt und wird von einem Einsiedler gepflegt, in dessen Tochter Sunita er sich verliebt. Für Sohat, dem Sunita ebenfalls gefällt, ist sie ein Grund mehr für seine Abneigung gegen Ranjit. Er fordert ihn zu einem Würfelspiel auf, bei dem Ranjit dank falscher Würfel sein Reich, seine Freiheit und seine Geliebte verliert.

Schön für mich war, im Film ein paar Gegenden wiederzufinden, die ich eben ein paar Tage vorher im Norden Indiens, wo der Film gedreht wurde, besucht hatte.